folgende Email von Karim (Happylab) leite ich gerne weiter:
Hallo!
Im März veranstaltet INNOC/Happylab wie jedes Jahr die RobotChallenge, Europas größten Roboter-Wetbewerb. Mit mehr als 500 Teilnehmern aus über 30 Ländern ist die RobotChallenge jährlich ein Riesen-Event und das Highlight des INNOC-Vereinsjahres. Die RobotChallenge findet heuer am 23. und 24. März 2013 in der Aula der Wissenschaften (Wollzeile 27a, 1010 Wien) statt. Weitere Infos unter: http://www.robotchallenge.org
We want YOU for RobotChallenge 2013!
Damit die RobotChallenge wieder zu einem großen Erfolg wird, sind wir auf eure Mithilfe angewiesen! Wir suchen deshalb Helferinnen und Helfer, die uns bei folgenden Aufgaben unterstützen: Auf- und Abbau, Infostand, Audio-/Video-Betreuung, Transporte, Schiedsrichter,….
Wenn du uns am 22.03 (Fr), 23.03 (Sa) oder 24.03 (So) unterstützen kannst, trage dich bitte bis spätestens 17.02.2013 hier ein: http://goo.gl/CqUH0
Folgende Email vom Wiener Happylab erreichte mich die ich gerne weiterleite:
happylab logo
Happylab Kids Club 2013 – Anmeldebeginn
Workshops zu digitalen Produktionstechnologien für Kinder von 10 bis 15 Jahren im Sommersemester 2013
Der „Happylab Kids Club“ startet in die nächste Runde: Im Sommersemester 2013 bietet das Happylab Kindern von 10 bis 15 Jahren wieder die Möglichkeit, in die Welt der digitalen Produktionstechnologien einzutauchen. An einem Nachmittag pro Woche werden im Wiener Happylab (Haussteinstraße 4/2, 1020 Wien) unter fachlicher Anleitung und professioneller Betreuung ein Semester lang spannende Projekte mit Hilfe von Lasercutter, 3D-Drucker & Co. realisiert: Traumhäuser werden auf dem Computer entworfen und in 3D ausgedruckt, Musikinstrumente aus Elektronikteilen gebaut, T-Shirts bedruckt und Computeranimationen selbst programmiert.
Ziel der Workshopreihe ist es, die Kinder spielerisch und projektorientiert mit modernen, computergesteuerten Produktionsmaschinen, die in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen werden, vertraut zu machen. Ganz unter dem Motto „Do It Yourself“ werden die Kinder dazu ermutigt, selbstständig zu arbeiten und ihre Kreativität im Rahmen verschiedener Projekte auszuleben.
Anmeldungen für den „Happylab Kids Club“ sind ab sofort bis 18.02.2013 online unter http://www.happylab.at/kids oder telefonisch unter 01/3084666 möglich. Am 11.02.2013 findet um 18 Uhr ein Infoabend im Happylab (Haussteinstraße 4/2, 1020 Wien) statt, bei dem sich Eltern und Kinder über Ablauf und Inhalte der Workshopreihe informieren können.
Der „Happylab Kids Club“ ist ein Projekt der Österreichischen Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften (INNOC) und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend unterstützt. 2012 wurde die Workshopreihe mit dem Google RISE Award ausgezeichnet.
Teilnahme und Termine
Ab Ende Februar 2013 findet der „Happylab Kids Club“ regelmäßig jeden Montag von 17 Uhr bis 19:30 Uhr im Happylab (Haussteinstraße 4/2, 1020 Wien) statt. Die Termine richten sich nach der Feiertags- und Ferienregelung öffentlicher Schulen. Teilnahmeberechtigt sind Kinder von 10 bis 15 Jahren, die bereits die Sekundarstufe I einer Bildungseinrichtung (Unterstufe AHS/Hauptschule/Neue Mittelschule) besuchen. Für Materialkosten wird im ersten Workshop ein Beitrag von 75 Euro pro TeilnehmerIn eingehoben. Die Anmeldung für den „Happylab Kids Club“ gilt für ein ganzes Semester. Die Teilnehmeranzahl ist auf max. 12 Kinder beschränkt.
Wer lesen statt lauschen will hier mein Kurzfazit:
Eine Industriefachzeitschrift für Games-Entwickler (in der aktuellen Ausgabe mit Kickstarter-Schwerpunkt) ohne Bezug oder Verständnis zur Open-Source Szene ( “..Piraten- und Hackerkonsole..” ). Angenehm aufgeräumtes Layout, keine Programmiertutorials etc. sondern eher Fokus auf Verkauf und Finanzierung von Computerspielen.
Ein Zeichen dafür dass die Games-Industrie im deutschen Sprachraum erwachen wird. Ich wünsche viel Erfolg und die Etablierung als führendes Branchenblatt.
Die Zeitschrift die ich mir wünsche -und sich hauptsächlich mit Open-Source und Games befasst- ist making_games.de leider nicht. Will sie auch gar nicht sein. Ich werde mir meine Wunschzeitschrift selber schreiben müssen
Bitte Flattrn:
Nachtrag: Einige Tage nach dem Erhalt der Zeitschrift habe ich vom Verlag ein gedrucktes Games-Industrie Branchenverzeichnis bekommen.
Eine Cryptoparty ( http://en.wikipedia.org/wiki/CryptoParty ) ist eine offene Veranstaltung bei der Anfänger und Profis zusammenkommen um gemeinsam Techniken der Verschlüsselung und sicheren Kommunikation ( z.B. Einsatz von PGP-Keys zur Email-Verschlüsselung ) zu lernen und in der Praxis anzuwenden. Beliebt u.a. bei Nicht-Technikern (z.B. Journalisten) die sich mit dem Thema befassen wollen und Leute suchen die Ihnen bei den ersten Schritten helfen.
The WordPress.com stats helper monkeys prepared a 2012 annual report for this blog.
Here’s an excerpt:
600 people reached the top of Mt. Everest in 2012. This blog got about 3,700 views in 2012. If every person who reached the top of Mt. Everest viewed this blog, it would have taken 6 years to get that many views.
Gamecity 2012 Besucherin. Bitte auf das Bild klicken um das ganze Fotoalbum zu sehen
Meine Eindrücke
Dies war meine mittlerweile 3. und und vorletzte Gamecity. Ich habe voriges Jahr einen 3-Jahresvertrag mit den Gamecity-Veranstaltern abgeschlossen und zahle für einen Messetisch jedes Jahr einen vierstelligen Eurobetrag. Das dafür aufgewendete Geld steht in keinem Verhältnis zum Ertrag, deshalb wird 2013 meine letzte Gamecity-Präsenz sein – außer ich finde eine finanziell vernünftige Möglichkeit.
Zum Erfreulichen: Ich habe mehrere ehemalige Kunden von spielend-programmieren auf der GameCity getroffen, was mich naturgemäß sehr freute. Außerdem hatte ich Gelegenheit mit meinem Standnachbarn zu plaudern, dem sehr netten Chef vom Magazin Gamers.at. Mein Messestandplatz im Stiegenhaus (Feststiege2, 1. Stock, vor dem Festsaal, neben der Kinderzone) war unerwarteterweise besser als der Platz direkt beim Eingang den ich letztes Jahr hatte. Es liefen zwar etwas weniger Kunden an meinem Stand vorbei als 2011 (nicht alle GameCity Besucher finden in den 1. Stock), dafür hatten die Besucher welche herfanden mehr Zeit zum plaudern und mehr Interesse.
Erstmals überhaupt hatte ich nicht nur Flyer aufliegen, sondern einen kompletten Folder. Im Folder mache ich nicht nur Werbung für meine Kurse sondern versuche auch die Bedeutung von freier Software )FLOSS: free/libre/open-source Software) für Laien und Gamer verständlich zu erklären. Mein Dank übrigens an die Druckerei Facultas welche buchstäblich in letzter Minute (einen Tag vor Messebeginn) meinen Druckauftrag annahm, korrigierte und “nehmen’s es gleich mit” noch am selben Tag ausdruckte.
Visitenkarten-Fail
Anlässlich der Gamecity Messe hatte ich mich endlich dazu aufgerafft [[http://spielend-programmieren.at/_media/de:sonstiges:visitenkarte4.pdf|professionelle Visitenkarten]] bei [[http://www.flyeralarm.com/de/|Flyeralarm]] zu ordern. Leider gelang es mir nicht mehr rechtzeitig, von der Gamecity aus ( laut, schlechter Handyempfang, kein Internet ) die Nummer des UPS-Botendienstes im Webformular ausfindig zu machen um den Paketboten anstatt zu meinem Büro direkt zur Gamecity umzuleiten. Mein Paket mit 5.000 Visitenkarten landete deshalb am Flughafen Schwechat und wurde mir pünktlich nach Ende der Gamecity zugestellt. Für die nächsten Jahre bin ich auf jeden Fall ausreichend mit Visitenkarten versorgt.
mein Messestand auf der GameCity 2012. Bitte auf das Bild klicken um das ganze Fotoalbum zu sehen
Untermieter FSFE
Vor der Messe hatte ich mehrere Organisationen Open-Source Organisationen angeschrieben (Open-Source-Experts der Wirtschaftskammer, Metalab, FSFE) ob sie mir mit Personal oder Werbematerial aushelfen können für meinen Messestand. Gemeldet hat letztendlich ein netter Freiwilliger von der Free Software Fondation Europe (Austria) mit (per Fahrrad transportierem!) Werbematerial und vor allem voller Enthusiasmus. Ich hatte (als eingefleischter Einzelunternehmer) plötzlich das erfreuliche Gefühl dass sich ein (unbezahlter!) Mitarbeiter wirklich für mich und meine Sache ins Zeug legt. Effektiv ist die Schnittmenge zwischen meinen Open-Source Programmierkurse und dem “Propaganda”-Material der FSFE sehr groß so dass sich keiner von uns beiden verrenken musste um für die jeweils andere Organisation/Firma Werbung zu machen. Besonders gut gingen die kleinen Aufkleber mit Gnu und Tux weg, sowie die gelben “iBad” Warnaufkleber (eine Anspielung auf Apple).
Unangenehm fiel mir die Mentalität vieler Gamecity – Besucher auf, mit gefüllten Sackerln und großflächigen Wischbewegungen möglichst viel Gratis-Material “einzusackeln” und gleichzeitig Kommunikationsversuche meinerseits mit “Hää?” oder “HabtsKugelschreiberauch?” zu beantworten. Wahrscheinlich bin ich mit meiner Ökoeinstellung auf einer Publikumsmesse fehl am Platz, aber mit tut es weh zu sehen wie meine Werbeprospekte – die mich Geld und Zeit gekostet haben- erst eingehamstert werden und danach achtlos weggeschmissen werden. Da teile ich lieber weniger Material aus und versuche stattdessen die Besucher in Gespräche zu verwickeln.
Spiele
Wie auf fast allen Messeständen gab es auch auf meinem Messestand genug Spiele zum ausprobieren. Teils selbstprogrammiertes bzw. von meinen Schülern erstellte Spiele, teils Open-Source Spiele. Leider fand ich nicht immer die richtige Mischung aus guter Grafik ( Hingucker ) , mangelnder Komplexität ( sofort-begreifbar ) und “gutem” Inhalt ( Spiel hat mit meinen Kursen oder zumindest mit freier Software zu tun ). Da ich diesmal nur einen Publikums-Laptop mithatte konnte ich nicht wirklich Vergleiche machen und 2 Spiele nebeneinander laufen lassen um zu schauen welches Spiel die größere Masse von Schaulustigen anzieht.
Spiele die ich eigentlich nur als Technik-Demo konzipiert hatte wurden teils stark “bespielt”. In meinen Augen faszinierende Spiele ( z.B. Dungeon Crawl”>wurden vom Publikum ignoriert – wahrscheinlich weil der Spielsinn bzw dass es sich überhaupt um ein Spiel handelt nicht auf 100 Meter erkennbar ist. Grafisch aufwendische Spiele wie Spring (wahrscheinlich das einzige Real-Time-Strategy-Spiel außerhalb auf der Messe – ich war nicht im ab18 Bereich drin) erntete zwar viele Hingucker, war aber offenbar für viele Schaulustige zu komplex von der Steuerung her (Maus UND Tastatur, eigentlich RTS-Standard). Zwei jüngere Besucher spielten es dafür stundenlang, doch viele ältere Besucher fuhrwerkten ( ohne Kommunikationsversuch mit mir ) planlos mit der Maus herum, verstanden nicht sofort was am Bildschirm passiert und gingen weiter.
Möglicherweise gibt es eine Marktlücke für den Beruf eines “Gamecoaches” um weiterführende (PC)-Computerspielkonzepte den Konsolengewöhnten Massen schmackhaft zu machen.
Screenshot von Minetest. Bildrechte: Minetest (bitte auf das Bild klicken)
Erfreulich gut kam Minetest an, ein freier Open-Source Nachbau von Minecraft. ( Minecraft selbst wird laut Aussage seines Entwicklers “Notch” auch Open-Source, sobald es sich nicht mehr verkäuft). Marketing-mäßig war mir Minetest ein bissl zu anstrengend da mir nach dem ca. hundertsten Dialog der Art:
Besucher: “Jöö – Minecraft”
Ich: “fast, es ist minetest”
Besucher: “??”
Ich: “ein open-source Nachbau von Minecraft”
Besucher: “?????”
Ich: “du kannst es eh ausprobieren”
Besucher: “nein, Minecraft ist fad. Weißt Du wie ich in den ab-18 Bereich hineinkomme ?”
Ich: “Klar. Bau eine Zeitmaschine und werd’ 4 Jahre älter.”
einfach die Luft ausging. Mehrere versierte Minecraft/Minetest Spieler haben am Messetand Minetest gespielt und sich offenbar gut amüsiert.
Cosplay
Aufgefallen ist mir auf der diesjährigen Gamecity die gestiegene Anzahl von kostümierten Cosplayern. Zwar nicht so konzentriert wie auf der Aninite (siehe auch mein Bericht im Biertaucher-Podcast 067) aber deutlich sichtbar und augenscheinlich jedes Jahr mehr.
Fazit
Während ich mich schon auf die nächste GameCity 2013 freue (mit noch besserem Werbematerial und hoffentlich noch stärkerem Support von der FSFE) so bin ich auch nicht traurig darüber dass mein Vertrag mit den Gamecity-Veranstaltern nächstes Jahr ausläuft. Der Messestand hat für mich den Sinn gehabt Kunden direkt zu gewinnen ( nicht sehr erfolgreich ), mich selbst als Marke (Brand) zu etablieren ( teilweise erfolgreich ) sowie Kontakte zu knüpfen und Spaß zu haben (erfolgreich).
Und jetzt: Programmierkurs buchen oder zumindest auf diesen formschönen Flattr-Button draufklicken: