Open Source in Indien


Linuxwochen Wien 2010 Vorträge

Open Source in Indien

Straßenszene in Indien

Straßenszene in Indien. Quelle: Diplomarbeit Florian Schirg

Mag. Florian Schirg war 2007 für einige Zeit in Indien um über den Einsatz von Open-Source vor Ort zu forschen. Seine Folien möchte er vorerst behalten, allerdings hat er mir dankenswerterweise gleich seine Diplomarbeit geschickt, er bittet darum ihn zunächst noch direkt zu kontaktieren um seine Diplomarbeit zu erhalten:

Email an Florian Schirg

Von Florian Schirg’s Vortrag blieb mir in Erinnerung:

Kerala in Indien

Indischer Bundesstaat Kerala. Bildquelle: wikipedia


Indien ist sehr heterogen, es gibt reichere Gebiete neben ärmeren Gebieten was sich va in ländlicheren Gebieten auf allgemeine Infrastruktur und Stromversorgung auswirkt.
Der OLPC-Computer (One-Laptop-per-Child)ist z.B. selbst mit dem geplanten Preis von 100$ für indische Verhältnisse
ein Mittel/Oberschicht-Computer der nur urbanen Eliten zugute kommen würde. Die einzelnen Bundesstaaten in Indien sind politisch unterschiedlich organisiert, Florian war in mehreren südindischen Staaten, darunter auch Kerala, welches eine kommunistische Regierung hat und schon seit Jahren viel Wert auf Schulen / Ausbildung legt.
Der Open-Source Bewegung kam ein gescheitertes Großprojekt mit Microsoft gelegen, weiters spielte das starke Engagement der örtlichen
Lehrergewerkschaft eine große politische Rolle. Die Regierung verfolgt beim Ziel, möglichst jedem Dorf einen Internetzugang zu ermöglichen einen unternehmerischen PPP – Ansatz (public-private-partnership): Mit Hilfe von Startkrediten und unternehmerischer Ausbildung werden Internet-Kiosk-Betreiber gefördert, welche ihr Internet-Kiosk in abgelegene Gegenden installieren sollen um dort staatliche Verwaltungsfunktionen zu erfüllen und gleichzeitig Geld mit Internet-Informationsdiensten zu verdienen, ähnlich einem Zeitungsverkäufer.
Wappen von Kerala

Wappen von Kerala. Bildquelle: Wikipedia


Die Indische Produktion von FOSS: Aufgrund des unterschiedlichen Lohn- und Preisniveaus verdient ein Programmierer unter Umständen nicht genug um sich außerhalb seiner Firma einen privaten Internetzugang leisten zu können und in seiner Freizeit FOSS Projekte mitzuverfolgen bzw zu gestalten. Dementsprechend ist der Open-Source Software-Output pro Kopf geringer als in reicheren Ländern wenn man rein an der Zahl der vefügbaren Programmierer misst. Außerdem wird von indischen Programmieren, die oft recht große Familien mitversorgen müssen, erwartet Geld zu verdienen und nicht „Freizeitprojekten“ nach zu gehen. Eine Studie der EU bereinigt den Open-Source-Output um Einkommenseffekte, unter Einbezug des durschnittlichen Einkommens pro Kopf ergibt sich ein besserer Wert.Trotzdem ist das FOSS Niveau, betrachtet man die Wirtschaftszahlen des indischen IT-Sektors relativ gering.

Florian ist schon viel in der Welt herumgekommen und betreibt einen eigenen
Blog:
http://florian.nomadlife.org/

Über Horst JENS

teaching open source game programming to kids
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Eine Antwort zu Open Source in Indien

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